Achtsamkeit

Achtsamkeit im Alltag

Achtsamkeit ist in aller Munde. „Och nö, nicht schon wieder…“, mag der eine oder andere jetzt denken. Aber Achtsamkeit ist etwas sehr Wichtiges, was wir leider über die Jahre verlernt haben. Schauen wir uns mal an, warum das Thema so bedeutsam ist.

Warum Achtsamkeit so wichtig ist

Sie gibt uns die Möglichkeit, zu fühlen, wie es uns geht und was wir in genau diesem Moment brauchen. Klingt banal, oder? Ist es aber gar nicht mehr. Oftmals werden uns Dinge auferlegt, die wir entweder bereits von unseren Eltern angenommen oder im späteren Leben gelernt haben. Dabei geht es um Glaubenssätze oder einfach Dinge, „die man eben so macht“ oder die angeblich gesund sind.

Früher war alles besser…

Das könnte man tatsächlich so sagen. Dieses Phänomen kennen sicher einige: Es gibt Kinder, die mögen morgens einfach nichts essen. Da wird liebevoll das Pausenbrot geschmiert und die Brotdose mit Leckereien gefüllt. Am Ende kommen die lieben Kleinen nach Hause und haben fast nichts angerührt. Aber das Kind muss doch was essen! Letztendlich werden viele Kinder fast schon gezwungen zu essen, obwohl sie gar nicht mögen. Sie spüren selbst, wann sie Hunger haben und auf welche Lebensmittel. In der Kindheit ist Kapha besonders ausgeprägt. Das bedeutet, dass der Körper auf Wachstum ausgerichtet ist und dort viel Kraft investiert. Die Verdauung läuft etwas langsamer und der Hunger setzt erst dann wieder ein, wenn der Körper bereit für die nächste Mahlzeit ist. Bei Kindern das natürliche Hungergefühl noch ausgeprägt! Zwingen wir sie zu essen, obwohl sie nicht möchten, wird der Stoffwechsel gestört und langfristig kann das einige Folgen mit sich bringen. Allergien, Übergewicht,… aber vor allem verlernen Kinder, auf ihren Körper zu hören.

Körper – Deutsch, Deutsch – Körper

Unser Körper ist grundsätzlich dazu in der Lage, uns mitzuteilen, was er braucht oder was er gar nicht mag. Das können bestimmte Lebensmittel, aber auch Verhaltensweisen sein. Wenn wir etwas nicht gut vertragen, fühlen wir uns schlapp, die Verdauung spielt verrückt oder wir kriegen schlechte Laune. Das sind alles Signale, die der Körper uns sendet. Wenn wir sie wahrnehmen und verstehen lernen, können wir eine ganze Menge für unser eigenes Wohlbefinden tun.

Aber wie funktioniert das?

Eigentlich ist es ganz einfach: Man hört in sich hinein. Ohne Wertung, was gerade gefühlt wird. Einfach nur wahrnehmen. Zum Üben eignet sich am besten der Moment nach einer Mahlzeit.

Wie fühlst du dich gerade?
Bist du angenehm satt oder eher vollgestopft?
Fühlst du dich energiegeladen oder müde?
Fühlt es sich vielleicht an, als hättest du einen Stein im Magen?

All das sind Gefühle, die dir zeigen, ob du etwas gut verträgst oder nicht. Das gleiche Vorgehen funktioniert auch mit Personen: Wie fühlst du dich nach einem Telefonat mit einer Bekannten? Bist du fröhlich und munter oder hat dich die Person eher runtergezogen? Natürlich ist das situationsabhängig und ich würde auch nicht gleich die Freundschaft brechen, wenn die Stimmung der Bekannten mal schlecht ist. Kommt das aber häufiger vor, kann man sich schon die Frage stellen, ob diese Beziehung dir noch gut tut.

Achtsam durchs Leben gehen

Achtsamkeit ist etwas Wunderbares. Man braucht sicher etwas Geduld um sich diese vergessene Gabe wieder anzutrainieren. Wer sie aber wieder beherrscht, wird erstaunt sein, was der eigene Körper einem mitteilen kann. Manchmal ist es schlimm zu sehen, wie andere ihren Körper behandeln. Wir haben nur den einen. Deshalb gib auf ihn acht.

Alles Liebe
Sylvia

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