Einfach mal Pause machen

Pause muss sein - auch im Ayurveda

Heute hatten wir hier den ersten richtig schönen Frühlingstag. Mit Sonne, zweistelligen Temperaturen und Lust auf die erste Kugel Eis des Jahres! Eigentlich hätte ich mir ein tolles Thema ausdenken sollen, eine knackige Überschrift dazu überlegen müssen, den Text dafür schreiben und und und… Diesmal habe ich das aber nicht. Stattdessen habe ich – ja, richtig: einfach mal Pause gemacht!

Klar, warum nicht?

Klingt doch eigentlich total normal und vernünftig, oder? Pausen zu machen, sich zu erholen und zu regenerieren. Alles Dinge, die der Mensch zum Gesundbleiben und Glücklichsein braucht. Und doch gönnen sich viele von uns diese Auszeiten viel zu selten.

Höher, schneller, weiter

Wir leben in einer Leistungsgesellschaft. Es wird von den meisten erwartet, dass sie etwas zu leisten haben. Am besten in möglichst kurzer Zeit, denn die Welt ist nicht nur leistungsorientierter sondern auch schnelllebiger geworden. Einfach mal die Füße hochlegen und abschalten fällt uns immer schwerer. Gerade den Pittas oder Vatas geht es so.

Und was ist so schlimm daran?

Tja, gute Frage. Oft hört man, dass man sich den Druck selbst macht. Die Perfektionisten unter uns können wahrscheinlich ein Liedchen davon singen. Ich habe aber das Gefühl, dass auch andere mit ihrer Erwartungshaltung an uns eine sehr große Rolle spielen. Das für mich beste Beispiel ist immer noch die „Lesebestätigung“ von Messaging-Apps. Beispiel: Jemand schreibt mir eine Nachricht. Ich bin gerade unterwegs und lese die Nachricht auf die Schnelle. Allerdings ist die Situation gerade ungünstig und ich möchte gern mehr antworten als „Ja“ oder „Nein“. Also schreibe ich lieber später zurück und lege das Handy weg. Dann gibt es Leute, die echt Stress machen, wenn man nicht gleich antwortet. Zum Glück gehört zu meinem Freundeskreis mittlerweile niemand mehr, der so reagiert. Trotzdem finde ich es unnötig, so „überwacht“ zu werden. Aus meiner Sicht bauen diese Informationen unnötig Druck auf, immer erreichbar zu sein, immer gleich eine Antwort zu haben. Auch im Job habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Anforderungen ständig wachsen. Wenn der Chef eine Frage hat, brauchen wir eine Antwort. Möglichst sofort. Und wehe, sie ist nicht 100-prozentig korrekt. Aber hey, wir sind nicht Google. Und trotzdem hat man manchmal das Gefühl, dass es von einem erwartet wird.

Entspannt euch!

Der erste Schritt zu mehr Gelassenheit, ist zunächst überhaupt wahrzunehmen, wann man Druck aufbaut – egal, ob man ihn sich selbst macht oder ob dieser Druck von außen kommt. Dann schaut einfach mal, ob es sich der ganze Stress überhaupt lohnt. Ihr kommt nach Hause und die Wohnung sieht schlimm aus? Na und – wen interessiert’s? Schnappt euch eine Freundin und geht Eis essen oder ins Kino. Gönnt euch einfach mal was!
Der Chef beschwert sich, dass die eine Aufgabe noch nicht erledigt ist? Gut, an seiner Erwartungshaltung könnt ihr erstmal nicht viel ändern. Aber erstmal tief durchatmen, Schultern fallen lassen und sich selbst vertrauen, dass alles gut wird – das wirkt Wunder. Habt ihr dann die Aufgabe erledigt, dann nehmt ihr euch die Pause, die ihr euch verdient habt. Anspannung und Entspannung sollten im Gleichgewicht sein.

Und jetzt?

Richtig – Füße hoch! Das nächste Thema wird auch wieder etwas ayurvedischer. Nächste Woche schauen wir uns den Frühling mal genauer an. Von seiner ayurvedischen Seite sozusagen.

Bis dahin alles Liebe

Sylvia

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