Modernes Ayurveda

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Ayurveda ist alt. Ziemlich alt sogar. Es gibt kein genaues Datum, aber man sagt, dass die ersten Schriften über Ayurveda — die sogenannten Veden — vor etwa 5000 Jahren entstanden. Eine ganz schön lange Zeit. Das Leben von damals ist kaum vergleichbar zu dem, womit wir heute konfrontiert sind: 40-Stunden-Woche, ständig unter Strom, ständig online, Familie, Haushalt und mit viel Glück noch etwas Freizeit. Also warum behaupte ich, dass dieses System gerade heute besonders nützlich ist?

Der Sache auf den Grund gehen

Ayurveda ist im Prinzip eine Weitergabe von Wissen. Man kann es sich fast so vorstellen wie bei den Märchen der Gebrüder Grimm: Es wurde einem erzählt, man hat es weitererzählt und irgendwann hat man jemanden gefunden, der schreiben konnte. Und der hat’s dann aufgeschrieben. Doch diese ganzen Notizen wurden über all die Jahre nach und nach ergänzt. Denn was Ayurveda so besonders macht, ist, dass alle Heilmethoden oder Empfehlungen auf lange Beobachtungen zurückzuführen sind. Krankheitsforschung wurde nicht in einem Labor betrieben, in dem Zellen unterm Mikroskop untersucht wurden, sondern indem man sich die Menschen sehr lange sehr genau angeschaut hat. Viele Krankheiten gab es auch damals schon. Diabetes, Rheuma, Migräne… All das haben die alten Inder auf ihre Weise schon erforscht.

Und heute?

Wenn wir irgendwelche Symptome bemerken, gehen wir irgendwann zum Arzt. Es werden Tests gemacht und man findet irgendwas raus. Bleiben wir mal bei Diabetes (Typ 2): Der Arzt wird vermutlich empfehlen, gesünder zu essen und Gewicht zu verlieren, denn bei den meisten Patienten ist diese Krankheit durch Übergewicht entstanden. Bewegung wäre prinzipiell auch nicht schlecht. Aber vor allem wird er ein Medikament verschreiben, das u.a. dafür sorgt, dass die Leber nicht mehr so viel Glukose ausschüttet. Doch dieses Medikament zwingt den Patienten nicht dazu, etwas zu ändern, denn es wirkt ziemlich lange, bevor sich der Zustand so sehr verschlechtert, dass härtere chemische Maßnahmen ergriffen werden müssen. Für den einen oder anderen scheint das recht praktisch zu sein, denn so kann der hektische Alltag einfach weitergehen. Der Mensch funktioniert weiter, wenn auch nur mit synthetischer Unterstützung. Eins können diese Medis nicht: Heilen.

Die Heilkraft des Ayurveda

Ayurveda ist eine Heilkunst. Das bedeutet, dass man damit durchaus auch Krankheiten heilen kann. Natürlich hilft mir bei einem gebrochenen Arm keine Ölmassage und bei einem Herzinfarkt fehlt mir auch Zeit, erstmal meine Konstitution bestimmen zu lassen. Was Ayurveda aber besonders gut kann: Chronische Krankheiten und Prävention.

Krankheiten sind für uns Ayurvedis eine Dysbalance. Irgendwas ist also irgendwann aus dem Gleichgewicht geraten. Eine Störung hat sich entwickelt und über die Zeit hat diese sich im Körper eingenistet und es sich gemütlich gemacht. Je fortgeschrittener die Symptome, desto länger existiert dieses Ungleichgewicht in der Regel.

Volksleiden

Chronische Krankheiten haben wir in unserer aktuellen Zeit eine Menge. Hier eine Grafik, welche Diagnosen deutsche Ärzte am häufigsten stellen:

Zahlen von: Die Welt

 

Und das Schlimme: Die Patienten werden immer jünger…

Da kann Ayurveda helfen?

Ja. Oftmals sind Stress, schlechte Ernährung und mangelnde Bewegung der Grund für die Entstehung solcher Krankheiten. Unsere moderne Zeit scheint davon auch geprägt zu sein: Bürojob vorm PC, zur Kita hetzen, schnell das belegte Brötchen vom Bäcker.

Jetzt könnte man ja sagen: Gut, dann mache ich eine Low-Carb-Diät, gehe drei Mal die Woche joggen und gegen den Stress… Mal gucken. Was auf den ersten Blick gesund klingt, ist bei näherer Betrachtung eine absolute Belastung für den Körper. Durch Dysbalancen entstehen Abfallstoffe, die der Körper loswerden möchte. Und statt ihm dabei zu helfen, produzieren wir immer mehr davon. Bis diese sich an allen möglichen Orten ablagern: In den Blutgefäßen, in den Gelenken… So entstehen Arteriosklerose und Arthritis. Obwohl man doch so gesund gelebt hat!

Hetz mich nicht!

Ayurveda hilft, auf eine gesunde Art und Weise, wieder zur eigenen Balance zu finden. Und die sieht bei jedem Menschen anders aus. Dieses Prinzip der Individualität macht das System so besonders. Vielleicht schafft man die Veränderung nicht in vier Wochen, denn Ayurveda ist keine Crashdiät. Aber es hilft nachhaltig und kann so auch heilen.

Wie genau diese Individualität aussieht, schauen wir uns demnächst an. Dann stelle ich euch kurz die Doshas vor.

Lasst es euch gut gehen

Sylvia

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