Rezept | Kartoffel-Rotkohl-Schnecken

Ayurveda-Weihnachtsmenü

Bald steht Weihnachten vor der Tür. Der zweite Advent ist vorbei und die ersten fangen an, sich über ihr Weihnachtsmenü Gedanken zu machen. Ihr wollt mal etwas anderes auf den Tisch bringen als Rotkohl und Klöße? Hier eine tolle Idee für alle, die mal etwas anderes auf den Tisch bringen wollen, ohne auf die Klassiker verzichten zu müssen: Kartoffel-Rotkohl-Schnecken!

Die Klassiker

Kartoffeln und Rotkohl sind die Klassiker auf dem gedeckten Weihnachtstisch. Beide Gemüse sind sehr kapha-lastig und erdend. Dann kommt bei vielen noch die Ente dazu, die alles andere als “leichte Kost” ist. Um beides wenigstens ein bisschen leichter verdaulich zu machen, können bestimmte Gewürze helfen.

Brennstoff für’s Agni

Nelken, Zimt und Wacholder gehören für mich zum Rotkohl dazu. Zimt und Nelken helfen dem Verdauungsfeuer, in die Gänge zu kommen. Wacholderbeeren sind ideal, um die Magensäfte zu stimulieren. Das wusste man auch schon zu Omas Zeiten, deshalb sind sie schon seit Urzeiten Bestandteil vom klassischen Rotkohl.

Ayurvedas Geheimrezept: Asafoetida

Ein kleines gelbes Pulver, das — zugegeben — etwas fragwürdig riecht und schmeckt, ist der Star unter den Gewürzen, wenn es um Kohlgerichte geht. Asafoetida ist der getrocknete Milchsaft aus der Wurzel der fenchelartigen Pflanze Stinkasant. Es wirkt verdauungsfördernd und kapha-senkend und ist im Ayurveda bei jeder Kohlzubereitung dabei. Keine Sorge: Durch das Kochen mit dem Kohl verändert Asafoetida seinen Geschmack. Manche sagen, dass es leicht nach Knoblauch schmeckt. Verwendet es aber sparsam. Man kann sich ganz schnell das Gericht verderben, wenn man es zu gut meint 😉

Wer also Lust auf “etwas anderes” auf dem Weihnachtstisch hat, dem ist hiermit bestimmt geholfen:

Kartoffel-Rotkohl-Schnecken

für 8-10 Stücke

Man nehme:
Für den Rotkohl
  • ½ Rotkohl
  • 1 Zwiebeln
  • 2 EL Butterschmalz (Ghee)
  • 1 Lorbeerblatt
  • ½ TL Asafoetida
  • 1 TL Wacholderbeeren
  • 1 TL Nelken
  • 1 Zimtstange
  • 1 TL Salz
  • 100 ml Rotwein oder Gemüsebrühe
  • 3 EL Apfelessig
  • ca. 3 EL Zucker
  • 1 säuerlichen Äpfel
Für den Kartoffelteig
  • 6 große Kartoffeln
  • 100g Dinkelmehl
  • 1 EL Kartoffelstärke
  • 1 Prise Salz
  • etwas flüssiges Butterschmalz (Ghee)

 

So geht’s:

Vom Rotkohl entfernt ihr den Strunk und schneidet ihn feine Streifen, die Zwiebel in Würfel. Das Butterschmalz in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebeln darin glasig dünsten.

Den Rotkohl zugeben und das Salz, Asafoetida, das Lorbeerblatt, die Wacholderbeeren, die Nelken und die Zimtstange unterrühren. Das Ganze lasst ihr unter Rühren 2 Minuten brutzeln.

Dann mit Rotwein oder Gemüsebrühe ablöschen und Essig und Zucker zugeben. Gut verrühren und eine Stunde zugedeckt köcheln lassen. Hin und wieder umrühren und nachschauen, ob der Kohl noch Wasser hat. Sollte die Flüssigkeit verdampft sein, gebt auf jeden Fall immer mal wieder Wasser dazu, damit der Kohl nicht anbrennt.

In der Zwischenzeit könnt ihr den Apfel reiben oder in kleine Stücke schneiden. Nach 45 min Kochzeit gebt ihr den Apfel zum Kohl. Am Ende den Kohl etwas abkühlen lassen.

Während der Kohl vor sich hinköchelt, könnt ihr den Kartoffelteig ansetzen. Dafür benötigt ihr eine Kartoffelpresse oder einen Kartoffelstampfer. Die Kartoffeln dünn schälen und gar kochen. Das Wasser abgießen und einen Kartoffelbrei daraus machen. Das Mehl, Salz und die Stärke unterrühren und gut verkneten. Am besten nehmt ihr Einweghandschuhe dafür, denn der Teig ist ziemlich klebrig.

Den Teig teilt ihr in zwei Stücke. Jeweils den Teig auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche etwa 1 cm dick ausrollen. Am besten versucht ihr gleich, daraus ein Rechteck zu formen. Darauf verteilt ihr euren Rotkohl und rollt den Teig auf wie eine Biskuitrolle. Die Enden könnt ihr zusammendrücken, wenn etwas überstehen sollte.

Kartoffel-Rotkohl-Rolle nach dem Schneiden
Kartoffel-Rotkohl-Rolle nach dem Schneiden

Dann schneidet ihr die Rolle in etwa 5 cm dicke Stücke, die ihr aufrecht auf ein Backblech stellt. Mit dem flüssigen Schmalz bestreichen und ab damit in den Ofen! Bei 180°C Umluft lasst ihr sie für 35 min knusprig backen.

Kartoffel-Rotkohl-Schnecken auf dem Blech
Kartoffel-Rotkohl-Schnecken auf dem Blech

Einen gut Appetit wünscht euch

Sylvia

 

 

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